Münchnerin gewinnt Stipendium

VDS-Wettbewerb: Querdenker-Stipendium „Deutsch weltweit“

P1070697

Susanne Otto/Gernd Lenz, VDS-Region München, Copyright: VDS

Die Gewinnerin des in den Sprachnachrichten (4/2015) ausgeschriebenen Stipendiums kommt aus München: Frau Susanne Catherine Otto ist die glückliche Stipendiatin, die nun über zusätzlich 500,- Euro für ihr Sprachprojekt im Ausland verfügen kann. Eine Jury aus VDS-Repräsentanten hat ihr Projekt (eine Seminararbeit) zum Thema „Akademisches Schreiben in der Fremdsprache Deutsch“ mit einer Befragung unter tschechischen Universitätsstudenten aus 40 Bewerbungen ausgewählt. Ziel dieser Befragung ist es, die Stellung des Deutschen als Fremdsprache beim Studium an einer tschechischen Universität zu bewerten und Erkenntnisse über die Einstellungen der Studenten beim Schreiben in der Fremdsprache zu gewinnen. Frau Otto arbeitet dafür mit dem DAAD-Lektorat in der Universitätsstadt Ústí nad Labem (deutsch: Aussig) in Böhmen, Tschechien zusammen.

Da Frau Otto in ihrer Kindheit regelmäßig zu Ski-Ferien nach Tschechien reiste, erwarb sie sich in Eigenregie Grundkenntnisse der tschechischen Sprache. Das erleichtert nun erheblich die Kommunikation vor Ort.

Vor 1 ½ Jahren hat Frau Otto sich entschlossen, ein „DaF-Masterstudium“ (Deutsch als Fremdsprache) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München aufzunehmen. Diese Studienrichtung passt offenbar goldrichtig in die heutige Zeit, in der aus aktuellem Anlass dringend Deutschlehrer gesucht werden.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Frau Otto weitere sechs Fremdsprachen spricht (einschließlich Russisch und Japanisch) und ausgebildete Dipl.-Gesangspädagogin und Konzertsängerin ist.

Wen eine musikalische Kostprobe interessiert, der braucht nur ihren Namen auf YouTube einzugeben.
Jetzt wünschen wir Frau Otto viel Erfolg bei ihrer Seminararbeit. Wir sind schon gespannt, welche Erkenntnisse aus ihrem Projekt abgeleitet werden können und welche pädagogische Bedeutung die Ergebnisse für „Deutsch als Fremdsprache“  haben werden.

Die zweite Stipendiatin ist Katharina Kluge aus Halle, die für Ihre Abschlussarbeit bilinguale Kinder in Voronezh befragen und damit einen Beitrag zur Erforschung der deutsch-russischen Zweisprachigkeit leisten wird.